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Break-Even-Analyse · Reform 2029

Hypothek amortisieren oder anlegen?
Die Entscheidung ändert sich 2029.

Mit der Abschaffung des Eigenmietwerts entfällt auch der Hypozins-Abzug. Berechnen Sie jetzt Ihren persönlichen Break-Even und die optimale Strategie – heute und ab 2029.

Break-Even-Analyse Szenario A vs. B 10-Jahres-Projektion Alle Kantone

Warum die Hypothekenstrategie neu bewertet werden muss

Heute können Schweizer Wohneigentümer die Hypothekarzinsen vom steuerbaren Einkommen abziehen. Das senkt die effektiven Zinskosten spürbar. Ab 2029 entfällt dieser Abzug. Was heute bei 2% Hypozins und 35% Grenzsteuersatz effektiv nur 1.30% kostet, kostet ab 2029 voll 2.00%. Der Break-Even zwischen Amortisation und Anlegen verschiebt sich damit deutlich zugunsten der Amortisation.

Ihre Angaben
CHF
CHF
2.00%
3.50%
Richtwerte: Sparkonto 0.8%, Obligationen 2%, Mischfonds 4%, Aktien ETF 6–7%
CHF
Empfehlung
10-Jahres-Szenario-Vergleich
Anlagerenditen sind nicht garantiert. Die Berechnung geht von konstanten Zinsen und Renditen aus. Für eine verbindliche Analyse wenden Sie sich an eine Fachperson. unifina / UFP GmbH erbringt keine Anlageberatung.
Die Logik hinter dem Break-Even
Heute (bis 2028): Hypozinsen sind abziehbar. Der effektive Zinssatz nach Steuer berechnet sich als:

Effektivzins = Hypozins × (1 − Grenzsteuersatz)
Ab 2029: Kein Abzug mehr. Der Break-Even entspricht dem Brutto-Hypozins. Anlagerenditen müssen höher sein als der Hypozins, um sich zu lohnen.
Wichtig: Anlagerenditen sind unsicher. Ein risikoloser Break-Even wäre nur bei garantierten Renditen (z.B. Säule 3a-Anleihen) relevant. Bei Aktienanlagen ist Volatilität einzurechnen.
3a Indirekte Amortisation via Säule 3a
Die indirekte Amortisation kombiniert beide Welten: Die Hypothek bleibt bestehen, das Kapital fliesst in die Säule 3a (bis CHF 7'258/Jahr). Vorteile:
  • Steuerersparnis durch 3a-Einzahlung
  • Rendite im 3a-Depot (z.B. Aktien-ETF)
  • Flexibler Bezug bei Pensionierung
Ab 2029 entfällt der Hypozins-Abzug. Die indirekte Amortisation verliert damit einen Teil ihrer Attraktivität. Der 3a-Steuerbonus bleibt aber erhalten.
? Häufige Fragen
Was bedeutet direktes vs. indirektes Amortisieren? +
Bei der direkten Amortisation wird die Hypothek jährlich um einen fixen Betrag reduziert. Bei der indirekten Amortisation bleibt die Hypothek bestehen, das Kapital fliesst stattdessen in die Säule 3a (verpfändet an die Bank). Die Bank erhält die Sicherheit, der Eigentümer profitiert vom Steuerabzug der 3a-Einzahlung.
Welche Anlagerendite ist realistisch? +
Konservativ (Obligationen, Festgeld): 1.5–2.5%. Ausgewogen (Mischfonds): 3–4.5%. Wachstum (Aktien-ETF): 5–7% langfristig. Beachten Sie: Höhere Renditen gehen immer mit höherem Risiko einher. Für den Break-Even sollten Sie eine konservative Rendite verwenden.
Bleibt der 3a-Abzug nach 2029 bestehen? +
Ja. Der Säule-3a-Abzug (bis CHF 7'258 für Angestellte) ist von der Eigenmietwert-Reform nicht betroffen. Er bleibt vollumfänglich erhalten und ist weiterhin ein zentrales Steueroptimierungsinstrument.
Was ist die Tragbarkeitsregel der Banken? +
Schweizer Banken rechnen mit einem kalkulatorischen Zinssatz von 4.5–5% (unabhängig vom Marktzins). Die Hypothekarlast darf max. 33% des Bruttohaushaltseinkommens betragen. Diese Regel ändert sich durch die Reform nicht.

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Hintergrund: Hypothekenstrategie nach der Reform 2029

Die Abschaffung des Eigenmietwerts per 2029 ist für Schweizer Wohneigentümer mit Hypothek ein einschneidender Systemwechsel. Heute gilt: Wer eine hohe Hypothek hat, zahlt zwar Eigenmietwert, kann aber auch viel abziehen – Hypozinsen, Unterhalt. Ab 2029 entfällt beides. Für viele Eigenheimbesitzer stellt sich damit die Frage neu: Soll die Hypothek vor 2029 amortisiert werden?

Die Antwort hängt vom Break-Even-Zinssatz ab: dem Punkt, ab dem das Anlegen des Kapitals mehr einbringt als das Tilgen der Schuld. Vor 2029 liegt dieser Break-Even deutlich unter dem Hypozins (dank Steuerabzug). Ab 2029 entspricht er dem Brutto-Hypozins – ein substanzieller Unterschied.

Für risikoscheue Eigentümer mit Hypozinsen über 2% spricht ab 2029 vieles für eine direkte Amortisation, da sichere Anlagen selten mehr als 2–2.5% abwerfen. Für renditeorientierte Eigentümer mit einem langen Anlagehorizont und Aktienexposure kann das Anlegen weiterhin attraktiver sein – sofern die höhere Volatilität akzeptiert wird.

Warum muss die Hypothek langfristig tragbar bleiben?

Eine Hypothek wirkt nicht nur heute, sondern auch nach der Pensionierung. Sinkendes Einkommen, Zinsen, Amortisation und Wohnkosten können die Tragbarkeit im Alter verändern.

Nächste sinnvolle Schritte

Häufige Fragen zu diesem Thema

Warum muss die Hypothek langfristig tragbar bleiben?

Eine Hypothek wirkt nicht nur heute, sondern auch nach der Pensionierung. Sinkendes Einkommen, Zinsen, Amortisation und Wohnkosten können die Tragbarkeit im Alter verändern.

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